Team Mekele 2

„Dahenakunu, Mek’ele – vielleicht bis zum nächsten Jahr!“

Mek’ele – unser letzter Tag bei ORE, heute heißt es Abschied nehmen. Doch bevor es soweit ist, gibt es einen Rückblick auf die vergangenen Tage.


Den Dienstag haben wir mit den Kindern bei ORE verbracht. Ein Teil der Kinder bastelte Armbänder, während Janika und Janine mit dem Rest weiter ein kleines Musical, welches am Mittwoch vor einem riesigen Publikum – alle ORE-Mitarbeiter und Kinder waren vor Ort – aufgeführt und mit tosendem Applaus bedacht wurde. Die Darsteller erzählten uns später, wie sie durch ihre Performance ermutigt worden sind und das sie sogar Anstöße für ihr eigenes Leben mitnehmen konnten. Dieses Feedback ist unglaublich ermutigend für uns!

Sehr bewegt hat uns auch das Schicksal eines kleinen Jungen, der sich vor Jahren bei einem Unfall einen Kieferbruch zugezogen hat. Da er sich eine Behandlung nicht leisten konnte, ist er entstellt, kann den Mund nicht richtig öffnen, kaum essen und wird von anderen Kindern gemieden und gehänselt. Nachdem wir von dieser Geschichte erfahren hatten,  beschloss das Team spontan : Wir legen zusammen und zahlen die notwendige Behandlung. Die ersten Voruntersuchungen im Krankenhaus verliefen bereits vielversprechend und wir sind sehr dankbar, dass wir in diesem Fall konkret helfen können.

Besonders war auch der Besuch bei „Mami“ Hiwot, ORE-Mitarbeiterin und unsere Haushälterin. Sie hieß unser komplettes Team in ihrer Ein-Zimmer-Wohnung (!) willkommen und erzählte ihre beeindruckende Lebensgeschichte. „Like a dog“ (wie ein Hund) und auf sich allein gestellt wuchs sie als Straßenkind in Mek’ele auf, bevor sie bei ORE aufgenommen wurde, den Glauben an Gott fand und sich nunmehr seit vielen Jahren bei ORE selber um Kinder in Not kümmert. Für uns ist sie ein Vorbild, eine starke Frau, die sich für die hilfsbedürftigen aufopfert und dabei ihre eigenen Bedürfnisse zurückstellt. Eine echte „Mutter Theresa von Mek’ele“! Es ist ein Geschenk und eine Ehre sie kennengelernt zu haben.

Auch die Bauarbeiten gehen zügig voran, sodass wir heute davon ausgehen, dass die Toiletten und Duschen Ende nächster Woche wieder genutzt werden können. Das ist ungemein wichtig, weil dieser Sanitärtrakt für viele Kinder die einzige Möglichkeit ist, sich zu waschen!

Den gestrigen Tag verbrachten wir zudem mit dem Besuch der eindrucksvollen Felsenkirche von Wukro und anderen „touristischen Aktivitäten“. Die örtlichen Souvenirläden haben Umsatz gemacht…

Und heute nehmen wir Abschied von ORE, den Kindern und den Mitarbeitern. Wir nehmen Abschied von unsere „Mami“ und Ihrer Freundin Berhan, die uns so liebevoll umsorgten. Wir nehmen Abschied von Mek’ele und Äthiopien.

Dies tuen wir mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Wir haben hier so viele wunderbare und wertvolle Menschen getroffen, die uns wohl am Ende mehr gegeben haben, als wir ihnen und die immer einen Platz in unseren Herzen haben werden.

Andererseits können wir stolz feststellen, dass die „Bringing Hope Mission“ ein Erfolg war. Wir konnten viele unserer Ziele und Ideen umsetzen und waren ein wichtiger und Hoffnung-spendender Input für die Menschen hier (wie sie uns des Öfteren selbst versicherten).

Und so heißt es: „Dahenakunu, Mek’ele – vielleicht bis zum nächsten Jahr!“

Vielen Dank auch an dieser Stelle an alle Unterstützer und Spender! Ihr habt einen großen Anteil am Erfolg des Einsatzes.


Mehr Informationen zu unseren Hilfseinsätzen findest du auf www.kircheinaktion.de/hilfseinsaetze-2015/

Leider können wir zur Zeit aus technischen Gründen auf diesem Blog keine Bilder bereitstellen. Dafür findest du hier (auch ohne bei Facebook angemeldet zu sein!) mehr Bilder und kleine Updates: www.facebook.com/bringinghope.aethiopien

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On 14.08.2015

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