Anemone Butt

ANEMONE BUTT - SEIT 10 JAHREN MIT KIRCHE IN AKTION UNTERWEGS - GRÜNDET KIRCHE IN AKTION OFENBACH

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_HAST DU SCHON ERFAHRUNG MIT KIRCHEN-NEUGRÜNDUNG?
Ich war an der Gründung von Kirche in Aktion in Mainz beteiligt und danach haben wir dann auch mit Kirche in Aktion Frankfurt angefangen. Dort bin ich gleich voll mit eingestiegen und auch die Gründung in Darmstadt und Wiesbaden habe ich immer versucht, tatkräftig zu unterstützen und zu begleiten.

_WAS MAGST DU AN NEUGRÜNDUNG?

Gott hat noch so viel auf dem Herzen für das Rhein-Main-Gebiet und eine Neugründung ist eine tolle Möglichkeit, das sichtbar zu machen. Diese Phase der Neugründung, in der man mit offenen Augen durch die Stadt läuft, ist eine Zeit der stetigen und intensiven Interaktion mit Gott, da so etwas einem alles und mehr abverlangt.

_WIE KAMST DU DARAUF, KIRCHE IN AKTION NACH OFFENBACH ZU BRINGEN?
Ich bin sehr glücklich und tief verwurzelt in Frankfurt und wollte nie weg. Gleichzeitig war Kirche in Aktion Offenbach schon seit der Gründung in Darmstadt und Wiesbaden ein Thema bei uns. Wir haben darauf gewartet, dass jemand sich berufen fühlt, dort etwas zu starten, aber keiner wollte bisher so richtig freiwillig nach Offenbach. Irgendwann hat Gott mir Offenbach und die Menschen darin ganz stark aufs Herz gelegt und es kristallisierte sich langsam heraus, dass mehr dahinterstecken könnte. Offenbach hat mich einfach nicht mehr losgelassen. Irgend- wann war klar, dass es ein Ruf ist und damit auch, dass ich gehorsam folgen würde, auch wenn der Auszug aus Frankfurt mir das Herz bricht. Ich habe Gott schon vor ein paar Jahren versprochen, dass ich überall hingehen würde, wohin er mich ruft. Wer hätte gedacht, dass er sich gerade Offenbach aussucht.

_WAS GEFÄLLT DIR BISHER AN OFFENBACH?

Offenbach ist für mich sehr zwanglos, ehrlich, gastfreundlich und sympathisch. Was sehr kenn- zeichnend für Offenbach ist, ist der Spruch “Offenbach liebt dich”. Diese Stadt buhlt nicht um Anerkennung, sie verlangt nicht, dass man sie bewundert, sondern bietet stattdessen an, jeden zu lieben, der es zulässt.

_WAS ERHOFFST DU DIR VON KIRCHE IN AKTION OFFENBACH?
Langfristig erhoffe ich mir eine positive Gesellschaftstransformation und dass Offen- bach Himmel auf Erden verkörpert, kein bisschen weniger. Ich will Orte finden, die langfristig einen Unterschied machen und bin gerade dabei nach diesen Orten zu suchen sowie ein Team aufzubauen, das sich auf dieses Abenteuer einlässt. Als Team wollen wir die Stadt erforschen und herausfinden, was die Stadt wirklich braucht. Wir wollen nichts erzwingen oder kopieren, sondern etwas anbieten, das die Bewohner und ihren Stil widerspiegelt und bereichert.

_WIE FÜHLST DU DICH IM HINBLICK AUF DEN UMZUG UND DEN NEUSTART?
Es ist eine Mischung aus großer Freude und blanker Panik. Als klar wurde, dass ich bald umziehe, wurde alles sehr schnell sehr konkret. Das ist total schön, allerdings werde ich auch Heimweh haben, denn ich lasse viel zurück, was die letzten Jahre für mich sehr wichtig war. Zum Glück ist Offenbach nur eine 12-minütige S-Bahn-Fahrt von der Frankfurter Innenstadt entfernt und ich freue mich, wenn Leute Lust haben, vorbei zu kommen und mich zum Kaffee-Trinken zu treffen oder mich zu unterstützen. Natürlich werde ich auch noch oft in Frankfurt sein und auch die Berliner-Keller-Konzerte werde ich weiterhin leiten. Durch die Nähe zu Frankfurt kann ich meine Beziehungen aufrechterhalten und das ist mir auch sehr wichtig.