Eine Woche Vollgas

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In Pakistan war er ein wichtiger Imam. Er beglei- tete Muslime im Glauben und wurde dafür hoch geehrt. Er hatte sein ganzes Leben nach seiner Vision ausgerichtet und kannte nichts anderes als das. Heute lebt und liebt er seine Vision auch, aber als Christ. Raza ist seit einigen Jahren in Deutschland, da er als konvertierter ehe- maliger Imam nicht mehr in seinem Land geduldet wird. Im Gegenteil: Würde er zurückkehren, wäre die Todesstrafe die Folge seines „Verbrechens“.

Heute lebt er seinen Traum unter Anderem dadurch, dass er mit Church on the road unterwegs ist, um sich um geflüch- tete Menschen aus aller Welt zu kümmern.

GEMEINSAM MIT KIRCHE IN AKTION, DER MORGENSTERN-GEMEINDE UND EINEM TEAM INTERNATIONALER MISSIONARE WAR ER VOR KURZEM IN WIESBADEN UNTERWEGS. MIT SEINEM MOBILEN TEAM BRACHTE ER DAS EVANGELIUM DER LIEBE GOTTES AN ORTE, DIE OFT MIT TRAURIGKEIT UND FRUSTRATION BEHAFTET SIND: ORTE, AN DENEN MENSCHEN GESTRANDET SIND, DIE IHRE HEIMAT UND ALL IHREN BESITZ VERLOREN HABEN.

40 Leute sind in dieser Woche mit ihm in der Wiesbadener Region unterwegs, um auf kreative, offene und persönliche Weise das Evangelium weiterzugeben.

Der Mittwoch dieser Woche ist dabei ein besonderes Highlight: Die Teams organisieren gemeinsam ein großes „international summer festival“ im Schlosspark Biebrich, zu dem circa 180 Personen kommen. Von den Gästen sind insbe- sondere viele muslimische geflüchtete Menschen dabei. Es ist eine schöne Zeit der Gemeinschaft mit spannenden Gesprächen über Kulturen, Sprachen und Religionen. Es gibt ein Puppenthea- ter für Kinder und eine Taekwondo-Vorführung.

Am Donnerstagabend dann gibt es eine Veran- staltung, die noch mehr in die Tiefe geht. Zu die- sem Anlass ist ein besonderer Gast zu Besuch, der erste Missionar aus den USA, der unter den Tali- ban evangelisiert hat. Er teilt sein bewegendes, spannendes Zeugnis offen und ehrlich mit allen. Er ist selbst ursprünglich als junger Erwachsener aus Afghanistan geflohen und hat dann Gottes Ruf in Kalifornien in relativ hohem Alter verspürt. Seine Geschichte erstaunt und bewegt die Zuhörer. Danach finden viele aufregende und unverblümte Gespräche statt, in denen das Team und die Gäste ihre Erlebnisse teilen und nicht nur miteinander, sondern auch füreinander im Gespräch da sind.

DIESE WOCHE WAR EINE TOLLE GELEGENHEIT, LEUTEN ZU BERICHTEN, DASS SIE GELIEBT SIND, EGAL WO SIE HERKOMMEN UND AN WAS SIE GLAUBEN. EGAL OB MUSLIM, CHRIST ODER IRGENDWAS DAZWISCHEN, WIR SIND GELIEBT. ES WAR SCHÖN, IHNEN BERICHTEN ZU KÖNNEN, DASS SIE FRIEDEN IN JESUS FINDEN KÖNNEN. FÜR VIELE WAR DAS EINE GANZ NEUE NACHRICHT UND ES HAT IHNEN HOFFNUNG GESCHENKT.
— RAZA
BerichtRobert Stoesser