Sabine hilft ehrenamtlich bei den Hilfseinsätzen

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_ INWIEFERN HILFST DU BEI DEN HILFSEINSÄTZEN?
Ich verwalte die Anmeldungen und erinnere als eine Art “Listenpolizei” die Leiter an ihre ganzen Aufgaben bezüglich der Einsätze.

_ WIE KAM ES DAZU, DASS DU DICH ENTSCHIE- DEN HAST, EHRENAMTLICH ZU HELFEN?
Ich hatte mich mit jemandem über die Organisati- on der Hilfseinsätze unterhalten und sie erzählte mir, dass es ihr gar nicht liegt, Listen zu verwalten und Emails zu verfassen und ich dachte nur: Das ist genau mein Ding, da möchte ich mithelfen!

_ WARUM LIEGEN DIR DIE PROJEKTE AM HERZEN?
Die Teilnahme an einem Einsatz ist eine ganz besondere Erfahrung. Man ist nicht als Tourist in einem anderen Land, sondern arbeitet richtig mit den Menschen vor Ort zusammen und lernt sie kennen. Außerdem bringt es mich immer wieder dazu, über mein Leben in Deutschland nachzu- denken. Wir leben in einem der reichsten Länder der Welt und dennoch beschweren wir uns oft, wie schlecht es uns geht. Ein Hilfseinsatz öffnet die Augen für die wirklichen Probleme der Welt.

WIE KAMST DU ALLGEMEIN DARAUF, SELBST AKTIV BEI EINEM HILFSEINSATZ DABEI SEIN ZU WOLLEN?
Ich reise gerne und liebe es neue Länder und Kulturen kennen zu lernen. Und dass man dabei noch sozial aktiv ist und Menschen hilft, macht es noch schöner. Zusammen mit meinem Mann Sascha war ich 2013 bei einem Hilfseinsatz in Haiti. Durch diesen Einsatz fing ich an mein Leben in Deutsch- land zu überdenken: Wie kann ich weniger Wasser verbrauchen? Warum landet so viel Essen im Müll? Muss ich mir dieses Kleid kaufen oder besitze ich nicht schon genug? Als ich gehört habe, dass Kirche in Aktion Hilfseinsätze anbietet, war klar, dass ich mit muss.

_ BEI WELCHEN EINSÄTZEN WARST DU DABEI?

Mit Kirche in Aktion war ich zwei Mal in der Ukraine.

_ WAS HAT DIR BESONDERS GEFALLEN?

Mir hat besonders gefallen, dass ich eine ganze Woche lang mit einem Team unterwegs war. Man lernt sich als Team und Community besser kennen. Besonders genossen habe ich auch die ukrainische Küche und das Zusammensein in den Häusern.

_ WAS WAR DEINE BEWEGENDSTE BEGEGNUNG?

Wir haben ein altes Ehepaar besucht, das alle Ersparnisse für Arztkosten aufgebrauchen musste. Ich saß in dem kleinen Zimmer und habe nur gelächelt, da nicht alles übersetzt wurde. Als wir gehen wollten, haben sie meiner Tochter eine Puppe geschenkt. Obwohl dieses Ehepaar in Armut gelebt hat, waren sie großzügige Menschen, die Nora eine Freude machen wollten.

_ WAS WÜNSCHST DU DIR FÜR DIE ZUKUNFT DER HILFSEINSÄTZE?
Dass es nachhaltige Projekte werden, die das Leben der Menschen vor Ort dauerhaft verbessern und dass ich in nächsten Zeit viel zu tun habe, weil sich noch viele anmelden und dieses Jahr mit dabei sind!

DER HILFSEINSATZ LETZTES JAHR WAR WIEDER SEHR BEWEGEND FÜR MICH. DIE MENSCHEN IN DER STADT TARVANA IN BULGARIEN LASSEN MICH NICHT MEHR LOS UND ES WAR SO SCHÖN, VIELE JETZT SCHON ZUM DRITTEN MAL WIEDERZUSEHEN. IHRE GROSSE HERZLICHKEIT UND AUCH DIE FRÖHLICHE BEREITSCHAFT, UNS TROTZ ARMUT MIT ESSEN ZU ÜBERHÄUFEN, HABEN MEINE SICHT AUF MEIN ALLTAGSLEBEN SEHR BEREICHERT! DASS UNS GESAGT WURDE „YOU WERE THE FACE OF JESUS“ LÄSST MICH EINFACH NUR STAU- NEN UND MACHT MICH SPRACHLOS.
— Caroline Wissenbach