Neue wege wagen: Mike Fink

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Es ist ein Gefühl aus meinem tiefsten Inneren heraus. Es ist ein großes warmes Ja, ein Zuspruch, eine Ermutigung, es ist eindeutig zu spüren. Die Antwort hat keine Sekunde auf sich warten lassen: Als meine Tochter mir sagt, dass sie mit dem Gedanken spielt, dieses Jahr mit auf den Hilfseinsatz nach Jordanien zu fahren, bricht der Satz einfach aus mir heraus: „Ich bin dabei”. Zuerst sieht sie mich überrascht an.

ALS SIE SICH VERSICHERT, DASS DAS MEIN ERNST IST, SCHLÄGT IHRE ÜBERRASCHUNG IN FREUDE UM. DAMIT HAT WEDER MEINE FAMILIE NOCH ICH SELBST GERECHNET. NUN SIND WIR TATSÄCHLICH ANGEMELDET. WIR WERDEN DIESES JAHR ALS FAMILIE AM HILFSEINSATZ IN JORDANIEN TEIL- NEHMEN.

Genauso ungewohnt wie der Gedanke, in einer Bar Gottesdienst zu feiern, war auch für mich die Idee, mit Kurzzeit-Hilfseinsätzen in ein fremdes Land zu fliegen, um dort Anderen zu dienen. Zuerst habe ich es nicht als sinnvoll betrachtet, mich woanders als dort wo ich lebe, zu investieren. Ich habe mich gefragt, wie zwei, drei Wochen in einem anderen Land einen langfristigen Unterschied machen können. Eric und Fabio berichteten mir viel von den Hilfseinsätzen und teilten die Bilder und Geschichten mit mir.

Durch ihre Freude und ihre Begeisterung habe ich gespürt, wie sie selbst richtig viel aus diesen Hilfseinsätzen mitnehmen konnten. Sie haben durch die vielen neuen Eindrücke viel gelernt und ich habe angefangen, mir zu wünschen, auch solche Erfahrungen mit Land und Leuten zu machen. Und so änderte sich meine Einstellung über die Hilfseinsätze. Das Gefühl, mitfahren zu wollen, um den Leuten vor Ort zu zeigen, dass sie wichtig für mich sind, um ihrem Projekt durch die drei Wochen, die ich dort bin, Präsenz, Motivation und langfristige Unterstützung zu geben, ist nicht mehr wegzubekommen.

Ich fühle mich, als würde der Heilige Geist in mir arbeiten. Auch als ich dann spontan beim Sponsorenlauf mit gelaufen bin, hat mich dieser tiefe innere Frieden begleitet: Ich bin dankbar für die Möglichkeit, diese tollen Erfahrungen zu machen und Anderen dienen zu dürfen. Mit diesem großartigen engagierten Jordanien-Team zusam- men bin ich mir sicher, dass ich auch für meine ehrenamtliche Arbeit in Darmstadt viel dazu- lernen kann und hoffe, dass sich mein Blick auf verschiedene Dinge dadurch erweitert.

Ich freue mich schon riesig und ich werde offen sein für alles, was in Jordanien auf mich zukommt.

HÖRE AUF GOTT UND HÖRE AUF DEIN “BAUCHGEFÜHL”. SOBALD DEINE INNERE EINSTELLUNG STIMMT, ERGREIF DIE MÖGLICHKEIT. EGAL OB DER HILFSEINSATZ FÜR MICH EINE GUTE ODER EINE SCHLECHTE ERFAHRUNG WIRD, ICH BIN FROH DARÜBER, DAZU ZU LERNEN UND ES AUSPROBIEREN ZU KÖNNEN.
— MIKE FINK