Sport,der zusammenhält: Volker Schrauth

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_ SEIT WANN BIST DU BEIM FUSSBALL AKTIV UND IN WELCHER WEISE?
Mit 10 Jahren bin ich zum Fußball gekommen und habe selbst aktiv gespielt bis zu meinem 50. Lebensjahr. Als Trainer habe ich mit 17 Jahren begonnen und viele Jugendmannschaften trainiert. Aktuell bin ich im Trainerteam der C-Junioren-Gruppenliga-Mannschaft der Freien Turnerschaft Wiesbaden.

_WIE SEHEN EURE FUSSBALL-COMMUNITIES AUS?
Im Moment treffen wir uns jeden zweiten Sonntag um 19:00 auf dem Gelände der Freien Turnerschaft, die uns den Platz dankenswerterweise überaus günstig zur Verfügung gestellt hat. Mein Ziel wäre es, dass mittwochs mit der Zeit auch Treffen entstehen, in denen wir auch auf geistlicher Ebene ‘trainieren’ können.

_WIE KAMST DU DARAUF KIRCHE UND FUSSBALL VERBINDEN ZU WOLLEN?
Da ich schon recht lange diesem Sport als Spieler und als Trainer verbunden war, ergaben sich automatisch diverse Schnittpunkte. Schon mit der alten KdN Wiesbaden haben wir unsere Gottesdienste im Vereinsheim meines Clubs, der Freien Turnerschaft Wiesbaden, abgehalten. Fußball sehe ich als eine populäre Möglichkeit, um schnell mit Menschen in Beziehung zu kommen. Außerdem ist es auch eine Möglichkeit das Selbstbewußtsein geflüchteter Menschen in neuer, fremder Umgebung zu fördern, sie besser zu integrieren und zu ermutigen. Sportliche Betätigung miteinander kann uns helfen, diese Ziele zu erreichen. Und wir merken auch, dass gerade beim Fußball Barrieren kleiner werden und fallen, auch wenn man sich oft genug mit Händen und Füßen verständigt.

_WAS MACHT DIR DARAN AM MEISTEN SPASS?

Letztendlich sehe ich immer wieder, wie wahnsinnig schnell durch diese Treffen Beziehung gebaut wird: Zu den iranischen Familien, aber auch zu den deutschen Mitspielern. Es kommt zu vielen Gesprächen und der gegenseitige Respekt und die Wertschätzung wachsen mit der gemeinsamen Betätigung.

_WAS WÜRDEST DU DIR FÜR DIESE ARBEIT WÜNSCHEN?
Ich wünsche mir, dass wir als KIA-Gemeinde die Chance in dieser Arbeit sehen und das Ganze unbedingt mit Gebet unterfüttern. Ohne das hat es keine Basis und verkommt zu sportlicher Betätigung. Es braucht noch Mitarbeiter, die dafür brennen, sich hier zu engagieren und dabei selbst Erlebnisse mit Gott machen, selbst daran wachsen (wollen). Wir planen weiter und beten um die richtigen Impulse, um eine Vision zum Leben zu bringen.

GeschichteRobert Stoesser